SIEBEN AUF EINEN STRICH – das sind 7 Fragen an Comic-Zeichner*innen und Illustrator*innen. Diesmal an: Nora Borkenhagen
Nora Borkenhagen wurde 2000 in Neuruppin geboren und lebt und arbeitet in Hamburg.
Warum hast du angefangen zu zeichnen?
Puh, gezeichnet habe ich schon immer gerne. Als Kind war es oft eine super Beschäftigung, die ich immer und überall machen konnte. Beim Zeichnen konnte ich immer gut abtauchen und alles um mich herum vergessen. Und es wurde immer positiv von anderen wahrgenommen und bewertet, vielleicht ein Grund, weshalb ich nie damit aufgehört habe.
Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Lebendig, humorvoll, niedlich und sehr linienfokussiert. Ich beginne eigentlich immer linear und nie flächig. Ich arbeite sowohl digital als auch analog oder mixe beides zusammen. Am liebsten zeichne ich Menschen, Tiere und Natur.
Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?
In meinen Zeichnungen geht es oft um humorvolle Charaktere, witzige Momente, Beobachtungen, Erlebnisse und Gefühle.
Wie suchst du dir Inspiration?
Ich finde Inspiration eigentlich in allem, was mich umgibt. Viel aus meinem Leben, wie zum Beispiel beim Spazierengehen, Alltagsmomente oder beim Reisen. Ich beobachte einfach viel und gerne. Aber ich schaue mir auch gerne Arbeiten von anderen Künstler:innen, beispielsweise in Ausstellungen, an oder ich stöbere in der Kinderbuchabteilung.
Was können Comics, Cartoons und Illustrationen, was andere Medien nicht können?
Das Zusammenspiel von Text und Bild und dass sie auch komplett ohne Text sehr lebendig erzählen können. Außerdem, weil sie gezeichnet oder gemalt werden und dadurch immer eine total individuelle Bildsprache haben.
Dein schönstes/schlimmstes Erlebnis als Zeichner*in?
Generell finde ich es immer schön, wenn Leute meine Zeichnungen witzig finden. Eine Person hatte mir mal erzählt, dass ihr Kind sich über ein Comicpanel von mir mehrfach kaputtgelacht hat. Das hat mich sehr gefreut. Ein nicht so ermunterndes Erlebnis war, als mir als Kind gesagt wurde: „Was? Künstlerin willst du mal werden? Davon leben kannst du wahrscheinlich erst, wenn du tot bist.“
Kannst du den Satz: „Mir ist nicht egal, dass…“ vervollständigen?
Mir ist nicht egal, dass die Natur und Tiere unter uns Menschen leiden, dass Menschen ungleich behandelt werden, sei es durch Rassismus oder das Patriarchat, und dass es Krieg gibt.
Für dieses Projekt möchte ich gerne Werbung machen:
Für dieses Projekt möchte ich gerne Werbung machen: Für meinen ersten Kindercomic „Bo und der erste Biss“. Es geht um Bo, ein Vampirkind, das eigentlich niemanden beißen möchte. Neben dem Konflikt familiärer Erwartungen und Bos Gewissen steht auch eine Freundschaft auf dem Spiel. Gemeinsam mit der Friedhofsmaus Maushettar und der Engelstatue Faida sucht Bo einen Weg, dem Beißinstinkt zu entgehen. Es ist eine Geschichte über Mut, Freundschaft und Selbstbestimmung.
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