YINXIN HE

SIEBEN AUF EINEN STRICH – das sind täglich 7 Fragen an Comic-Zeichner*innen und Illustrator*innen. Diesmal an: YinXin He.

YinXin He wurde 1990 in Vietnam geboren und lebt in Deutschland. Sie arbeitet im Bereich Buch- und Editorial-Illustration.

Warum hast du angefangen zu zeichnen?

Ich habe angefangen zu zeichnen, weil ich als Kind allein zu Hause war, weil meine Eltern zur Arbeit gegangen sind. Meine Mutter hat mir damals viele Donald-Duck-Bücher zum Kolorieren gekauft. Nachdem ich die Bücher ausgemalt habe, habe ich die Figuren abgezeichnet; in der Schulzeit habe ich dann Mangas abgezeichnet. Ernst genommen habe ich das Zeichnen aber erst mit 19, während der Vorbereitung meines ersten Studiums in Produktdesign. Aber ich glaube, mein Weg als Illustratorin hat erst vor einem Jahr richtig angefangen.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Ich glaube, selbst kann man sich nicht so gut einschätzen. Ich kann auch nicht sagen, dass ich schon einen bestimmten Stil habe. Ich arbeite, wenn möglich, gerne symbolisch. Das erlaubt mir, meine Gedanken auszudrücken ohne so viel über meine Innenwelt zu verraten. Ich finde es auch richtig spannend zu sehen, wie sich die Bedeutung der Symbole im Laufe der Zeit ändert: In unterschiedlichen Phasen des Lebens können Symbole unterschiedlichen Bedeutungen bekommen. Ich würde also sagen, statt mich am Stil festzuhalten, achte ich eher darauf, wie ich mit unterschiedlichen Materialien den Kontext/meine Idee am besten darstellen kann.

Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?

Ich mag die menschliche Psychologie, besonders die dunkeln Seiten der Menschen. Ich weiß nicht, ob das an der Prägung unserer Gesellschaft durch Social Media und Internet liegt, weil man dort immer nur fröhliche, perfekte Sachen zu sehen bekommt. Deshalb werde ich von der Gegenrichtung angezogen.

Wie suchst du dir Inspiration?

Ich lese Bücher, markiere interessante Sachen darin und schreibe sie auf. Genauso schaue ich mir viele Filme an und die Werke von anderen Illustratoren/Künstlern. Ich mag auch Fotografie und Skulpturen. Also eigentlich ganz normal – wie es die anderen Illustratoren auch machen. Wenn man kreativ arbeitet und etwas gestaltet, ist es ein bisschen wie mit einem Stille-Post-Spiel. Man muss seinen Kopf trainieren, damit der wahrnimmt, was Menschen, die es nicht gewohnt sind, kreativ zu arbeiten, wahrscheinlich verpassen würden. Ich arbeite eher in der surrealistischen Richtung, dafür muss meine Wahrnehmung quasi empfindlich sein und immer weiter bereichert werden.

Was können Comics, Cartoons und Illustrationen, was andere Medien nicht können?

Was Comics, Cartoons und Illustrationen machen können, kann das Kino eigentlich schon. Kino ist ja Bewegtbild, also mit Ton.

Dein schönstes/schlimmstes Erlebnis als Zeichner*in?

Das schönste Erlebnis für mich ist, wenn ich mich mit anderen Illustratoren austausche, die ähnlich arbeiten wie ich oder einen ähnlichen Geschmack in Sachen Kunst/Filme haben wie ich. Ich lerne sehr viel von ihnen, nicht nur auf gestalterischer Ebene, sondern auch von ihrer Sicht auf die Welt. Das schlimmste Erfahrung wäre, wenn ich nur für Geld zeichnen müsste…

Kannst du den Satz: „Mir ist nicht egal, dass…“ vervollständigen?

Mir ist nicht egal, wenn meine Bilder keine Aussage hätten.

Für dieses Projekt möchte ich gerne Werbung machen:

Für mein Projekt „Editorial Illustrations on topic ‚Unethical Experiments on Human and Animals'“

Behance: www.behance.net/yinxinhe0430
Instagram: @yinxin_he

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