FIDELIA SCHLEGL

SIEBEN AUF EINEN STRICH – das sind täglich 7 Fragen an Comic-Zeichner*innen und Illustrator*innen. Diesmal an: Fidelia Schlegl.

Fidelia Schlegl wurde 1998 geboren und lebt in Münster.

Warum hast du angefangen zu zeichnen?

Als ich angefangen habe zu zeichnen, war ich noch zu jung für bewusste Entscheidungen oder Gedanken. Aber ich habe aus vielen verschiedenen Gründen nie damit aufgehört. Zeichnen ermöglicht die Dokumentation der Umwelt, ohne dabei auf die Realität angewiesen zu sein. Reales kann mit Fiktivem verbunden werden, neue Welten können entstehen.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Momentan experimentiere ich ausgiebig, wobei mein Ziel das Aufbrechen meiner eigenen Zwänge und Strukturen ist. Das fällt mir nicht immer leicht. Wichtig ist mir dabei der Versuch, das Spiel, die Veränderung. Den Fokus möchte ich auf die Stimmung und Aussage einer Zeichnung legen.

Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?

Ich setze mich gerne mit politischen Themen auseinander und finde, dass die Zeichnung eine wirksame Möglichkeit für aktivistisches Arbeiten ist. Ich versuche der Bilderflut unserer Zeit möglichst starke Bilder entgegenzusetzen. Mit den Mitteln, die ich habe, mache ich gerne auf Dinge aufmerksam, die sonst häufig zu wenig gesehen werden. Gleichzeitig schlägt mein Herz auch für poetischere Themen und die Illustration von Lyrik und Texten generell.

Wie suchst du dir Inspiration?

Ich finde Inspiration im Äußeren, im Inneren und in allem, was dazwischen liegt.

Was können Comics, Cartoons und Illustrationen, was andere Medien nicht können?

Bilder funktionieren oft schneller als andere Medien. Starke Bilder haben einen großen Einfluss auf gesellschaftliche Wahrnehmung und kollektive Veränderung. Ich glaube gerade deshalb sollte die Illustration nicht unterschätzt werden.

Dein schönstes/schlimmstes Erlebnis als Zeichner*in?

Der beste Moment ist immer wieder, wenn beim Zeichnen etwas funktioniert. Der schlimmste jedes Mal aufs Neue, wenn es das nicht tut.

Kannst du den Satz: „Mir ist nicht egal, dass…“ vervollständigen?

Mir ist nicht egal, was ich mit meinen Bildinhalten kommuniziere.

Für dieses Projekt möchte ich gerne Werbung machen:

Im Moment arbeite ich mit einem Team, das aus interdisziplinären Kunstschaffenden besteht, an dem Magazin-Experiment: dem „Un:Sichtbar-Magazin“. Auf unserem Instagram-Account @unsichtbar_magazin stellen wir regelmäßig alle Beteiligten und ihre beeindruckenden Beiträge vor.

Website: www.fidelia-schlegl.de
Instagram: @fideliaschlegl

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