SIEBEN AUF EINEN STRICH – das sind 7 Fragen an Comic-Zeichner*innen und Illustrator*innen. Diesmal an: Minka Felder
Minka Felder wurde 1993 geboren und lebt und arbeitet in Magdeburg. Das Interview wurde im Mai 2026 veröffentlicht.
Warum hast du angefangen zu zeichnen?
Ich habe angefangen zu zeichnen, weil das für mich ein sehr schöner Weg war, die Bilder in meinem Kopf nach draußen zu bringen. Dann habe ich irgendwann bemerkt, das andere meine Bilder mögen und bemühe mich seitdem immer mehr darum, das Menschen sie zu sehen bekommen und ich für gute Zwecke tätig sein kann. Zum Beispiel, indem ich auf gesellschaftliche Themen aufmerksam mache.
Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Ich mache Skizzen und meist sind das dann die fertigen Arbeiten. Ich feile selten länger an einem Blatt. Was im Moment entsteht interessiert mich am meisten.
Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?
Mentale Gesundheit, Machthierarchien in unserer Gesellschaft, Natur (die es zu bewahren gilt!), Alltagsstaunerei.
Wie suchst du dir Inspiration?
Am liebsten über Fotos aus dem Alltag. Oder wenn ich zuhöre/zuschaue. Ich zeichne auch sehr gern in Theaterproben, wenn ich die nicht selbst anleite.
Was können Comics, Cartoons und Illustrationen, was andere Medien nicht können?
Dauerhafte Bebilderung (ich arbeite auch mit Theater, dazu im Kontrast). Emotionale und visuelle Eindrücke für Geschichten, die unabhängig von der Zeichnerin betrachtet werden können. Welten mit ganz eigenen Regeln schaffen.
Dein schönstes/schlimmstes Erlebnis als Zeichner*in?
Über Ungerechtigkeiten aufklären und Perspektiven in den Blick rücken, die sonst so nicht gesehen worden wären. Mit meiner Kunst zu einer egalitäreren, humaneren Welt beitragen.
Kannst du den Satz: „Mir ist nicht egal, dass…“ vervollständigen?
Mir ist nicht egal, dass du KI-Bilder durchs Netz jagst.
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