CLARA KIEHNLEIN

SIEBEN AUF EINEN STRICH – das sind 7 Fragen an Comic-Zeichner*innen und Illustrator*innen. Diesmal an: Clara Kiehnlein.

Clara Kiehnlein wurde 1995 geboren und lebt und arbeitet in Fürth. Das Interview wurde im April 2026 veröffentlicht.

Warum hast du angefangen zu zeichnen?

Ich weiß nicht mehr genau, wann ich mit dem Zeichnen angefangen habe, da ich in meiner Erinnerung schon immer gezeichnet und gemalt habe. Mir hat Kreatives immer viel Spaß bereitet und war erstmal sehr spielerisch. Mittlerweile ist kreative Auseinandersetzung wichtig für mich und Zeichnen gehört dazu. Ich mag diese Art von Konzentration, sie beruhigt mich, ich bin dann nur bei mir und kann mich im Zeichnen oder Malen verlieren. Ich denke für dieses Gefühl zeichne ich. Außerdem mag ich es durch das Zeichnen meine Umgebung zu entdecken und zu beobachten und es ist es meine Art und Weise mit der Welt und meinen Gefühlen umzugehen.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Meinen Stil selbst zu sehen und einzugrenzen fällt mir schwer. Ich glaube was dazugehört sind  harmonische Farbstimmungen, Zartheit und mal mehr, mal weniger Abstraktion.

Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?

Die Themen, die hinter meinen Arbeiten stehen, sind meistens nicht direkt sichtbar. Wichtig sind mir dabei Gemeinschaft und Care. Das sind Themen, die bewusst und unbewusst immer wiederkehren. Außerdem die Menschlichkeit, so unterschiedlich sie zu verstehen ist.

Wie suchst du dir Inspiration?

Inspiration finde ich in Alltäglichkeit und in der Natur. Oder in den Arbeiten anderer Zeichner*innen oder Künstler*innen. Wenn ich Inspiration brauche, gehe ich also raus oder schaue mir Ausstellungen oder Bücher an. Oft finde ich Inspiration in den Dingen die ich sowieso mache oder die mich gerade beschäftigen.

Was können Comics, Cartoons und Illustrationen, was andere Medien nicht können?

Sehr persönlich, sehr leise und zart sein.

Dein schönstes/schlimmstes Erlebnis als Zeichner*in?

Wenn man draußen zeichnet, wird man ja oft angesprochen. Das kann auch oft etwas wierd sein.  Ein schönes Erlebnis war, als ich auf einer Bank saß und eine Baustelle gezeichnet habe und mich Kinder angesprochen haben. Wir haben dann darüber gesprochen warum ich die Baustelle zeichne und ob sie auch gerne zeichnen.

Kannst du den Satz: „Mir ist nicht egal, dass…“ vervollständigen?

Mir ist nicht egal, dass rechte Positionen und damit zusammenhängende Politik mittlerweile wieder ganz normal geworden sind, man für ganz normale Menschlichkeit und Menschenrechte für alle Menschen an allen Ecken und Enden kämpfen muss und wie sehr Menschen in ihrem Alltag darunter leiden müssen. Ich finde das so unnötig und das macht mich traurig.

Für dieses Projekt möchte ich gerne Werbung machen

xxx

Instagram: @clarakiehnlein

Tagebucheintrag
let them eat chaos 1
let them eat chaos 2

Let them eat chaos : Illustrationen zum Album von Kae Tempest von 2016, damit habe ich mich auseinandergesetzt und Auszüge daraus illustriert.

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Illu textsammlung

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