REGINA WEISS

SIEBEN AUF EINEN STRICH – das sind 7 Fragen an Comic-Zeichner*innen und Illustrator*innen. Diesmal an: Regina Weiss.

Regina Weiss wurde in Hamburg geboren und lebt und arbeitet im westlichen Schleswig-Holstein in Busenwurth bei Wolfenbüttel. Berlin. Das Interview wurde im Januar 2026 veröffentlicht.

Warum hast du angefangen zu zeichnen?

Seit ich mich erinnern kann, stand immer üppig Material zum Zeichnen und Malen zur Verfügung. Der eine Elternteil übte das Zeichnen selbst aus, der andere fand es bewundernswert, wenn man es ausübte. Ich wurde auf jede Kunstausstellung mitgeschleppt. Das hat mich natürlich geprägt. Was als Kind eine Lieblingsbeschäftigung war, war später eine Möglichkeit, Beobachtungen und Erinnerungen zeichnerisch festzuhalten und aus der Realität heraus neue Bilder zu entwickeln.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Fokussiert – mal realistisch, mal stilisiert.  Im Gegensatz zu meinen Malereien sind meine Arbeiten formal linien- und silhouettenhaft, ohne umfangreiche Schattierungen.

Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?

Mir liegen vor allem die leisen alltäglichen Momente am Herzen: Situationen, die leicht übersehen werden. Durch Illustration versuche ich, diesen scheinbar banalen Augenblicken Raum zu geben und sie sichtbar zu machen. 

Wie suchst du dir Inspiration?

Wie schon erwähnt, hole ich meine Inspiration aus dem Alltag, aus meinem eigenen, den von anderen oder auf Reisen. Ich beobachte viel und versuche alles in mich einzusaugen.

Was können Comics, Cartoons und Illustrationen, was andere Medien nicht können?

Mit einer Illustration oder einem Cartoon kann man mit nur einem Bild eine Botschaft vermitteln, eine Geschichte erzählen oder ein Gefühl ausdrücken.  

Dein schönstes/schlimmstes Erlebnis als Zeichner*in?

Die schönsten Momente erlebe ich vor allem im Arbeitsprozess selbst: wenn aus einer vagen Idee nach und nach ein stimmiges Bild entsteht. Sehr bereichernd ist dabei auch der Austausch mit anderen Illustrator*innen: Feedback, Gespräche über Arbeitsweisen oder gemeinsame Zweifel und Begeisterung.

Kannst du den Satz: „Mir ist nicht egal, dass…“ vervollständigen?

Mir ist nicht egal, dass unsere visuelle und alltägliche Umgebung immer homogener wird. Ich meine damit, dass Vielfalt durch Normierung ersetzt wird, sei es das Obst und Gemüse im Supermarkt oder das Stadtbild, wo individuelle Geschäfte zunehmend immer gleichen Modeketten weichen.

Instagram: @weissillu

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