SIEBEN AUF EINEN STRICH – das sind 7 Fragen an Comic-Zeichner*innen und Illustrator*innen. Diesmal an: Johann „Hansi“ Kiefersauer.
Johann „Hansi“ Kiefersauer lebt und arbeitet in Berlin. Das Interview wurde im Januar 2026 veröffentlicht.
Warum hast du angefangen zu zeichnen?
Das weiß ich beim besten Willen nicht mehr, ist zu lange her. Ich zeichne seit ich denken kann, und möglicherweise war mir ohne Fernsehen oder gar Internet mal etwas langweilig.
Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Hmph… Ich kann nur sagen, welche Comics und Illustrationen mich in Kindheit und Jugend besonders stark fasziniert und beeinflusst haben: Petzi, Pelle, Pingo (der erste Comic an den ich mich erinnern kann), die Illustratorin Ruth Koser-Michaëls mit ihren Märchenbuchillus, Donald Duck, Spirou, amerikanische Undergroundkünstler… Andere nennen meinen Stil klassisch, wieder andere altmodisch.
Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?
Der graue Alltag und wie man ihn etwas bunter machen kann.
Wie suchst du dir Inspiration?
Indem ich Zeitung lese, spazieren gehe und ab und zu eine Art Tagebuch in Skizzenform führe.
Was können Comics, Cartoons und Illustrationen, was andere Medien nicht können?
Man kann ohne größeren Aufwand mit einfachsten Mitteln Geschichten – kombiniert in Bild und Sprache – erzählen, vom doofsten Witz bis zur Erschaffung ganzer Welten.
Dein schönstes/schlimmstes Erlebnis als Zeichner*in?
Mein lustigstes: Zu Entwürfen für einen Blaubär-Legetrickfilm bekam ich einmal die Korrekturangabe „Die Krümmung des Misthaufens auf Bild A entspricht nicht der Krümmung des Misthaufens auf Bild B.“
Kannst du den Satz: „Mir ist nicht egal, dass…“ vervollständigen?
Mir ist nicht egal, dass nach wie vor viel zu wenig gegen die bestehenden und kommenden Folgen des Klimawandels getan wird,
Comments are closed.